Zahlungsmittel der Zukunft

Die digitale Zukunft unseres Vermögens
Digitale Zahlungsmittel befinden sich in Deutschland auf dem Vormarsch, aber wir hinken da im Ländervergleich stark hinterher. Ein schönes Beispiel ist immer die Niederlande, in der wir ohne Kreditkarte viele Dinge gar nicht erst bezahlen können.
Bereits seit einiger Zeit ersetzt die bargeldlose Zahlung vielerorts das bare Geld. Es ist sicher nur mehr eine Frage der Zeit, bis wir alles digital online bezahlen. Online Payment ist viel mehr als nur eine Modeerscheinung, es ist der Trend unserer Zeit und wird vor allem unsere Zukunft sein. Viele Länder diskutieren derzeit über die Abschaffung des Bargelds.
Die Menschen haben aber davor auch Angst, da sie so ihr Vermögen nicht mehr „griffbereit“ haben, sondern ihnen nur mehr virtueller Zugang zu den Zahlungsmitteln gewährt ist. Das Sparbuch und das Girokonto sind Fundamente unserer Zahlungen, denn schon der Wegfall der lokalen Bankfilialen ist für viele Menschen schwer zu verarbeiten. Mit dem ausgefüllten Überweisungsträger seine Zahlungen machen ist beinahe ausgestorben, denn heute haben viele ihr Konto bei Online-Banken, die komplett ohne Filialen und Papier auskommen.
Bargeldlose Bezahlmöglichkeiten
Das Online-Payment als Zahlungsmittel bietet viele Vorteile und die Verbraucher profitieren auch davon. Die bedeutet, dass Geld nicht physisch, sondern digital in Echtzeit ausgetauscht wird. Daher fallen die Kreditkartenzahlungen, die bereits eine Abwendung vom Bargeld-System bedeuteten, nicht unter dieses System. Vorreiter der bargeldlosen Bezahlung war Paypal, unter dessen Gründern auch Elon Musk war. Es wurde so beliebt, da diese Zahlungsart dem Verbraucher große Sicherheit bietet und die Zahlung in Echtzeit erfolgt. Das heißt, es gibt keinen Vermittler zwischen Verkäufer und Käufer, der gesamte Vorgang verläuft digital.
Zu den häufigsten Online-Zahlungsarten gehören Paypal, Paydirekt, Giropay und Amazon Pay. Diese Zahlungsarten bieten einige Vorteile, so garantieren sie unter anderem einen Käuferschutz, der garantiert, dass dem Käufer keine falsche oder beschädigte Ware geliefert wird. Ein weiterer großer Vorteil liegt darin, dass die Bezahlung in Echtzeit erfolgt. Der Verkäufer hat das Geld also sofort auf seinem Konto verfügbar. Dies ist im Online-Shop notwendig, da es gerade bei „Kauf auf Rechnung“ in der Vergangenheit viele Betrügereien gab.
Kryptowährungen
Einen weiteren Schritt in Richtung Abschaffung des Bargeld-Systems stellen die Kryptowährungen, auch Cyberwährungen genannt, dar. Darunter versteht man digitales Geld. Diese Währungen beruhen auf der Verschlüsselung von Informationen, der Kryptografie. In diesem System werden die Transaktionen tausendfach auf Servern gespeichert und deshalb ist es fast unmöglich, diese zu fälschen. Dabei benötigt es keine Banken mehr, die Inhaber selbst werden zum Finanzinstitut. Die Käufer selbst sind nun für die Sicherheit des Vermögens zuständig und überwachen die Vorgänge.
2009 wurde erstmals mit Bitcoin, der ersten Cyberwährung, gehandelt. Seitdem wurden 300 solcher Währungen entwickelt. Bitcoin gilt nach wie vor als die bekannteste Cyberwährung. Ether, Ripple und Litecoin sind dabei, sich ihren Platz zu erkämpfen und sich zu etablieren.
Blockchain als Ersatz für die Banken
In dieser neuen digitalen Bankenwelt benötigt es jetzt aber auch einen Anhaltspunkt, der die Daten verfügbar macht. Blockchain ist eine öffentliche digitale Datenbank, die dazu genutzt wird, um Geldtransaktionen zu verwalten. Der Begriff „Chain“ bedeutet Kette, zu der Transaktionen der Reihe nach hinzugefügt werden. Hier werden also alle Daten chronologisch aufgezeichnet. So kann jede Bewegung transparent nachverfolgt werden.
Ethereum – eine Erweiterung der virtuellen Währungsfamilie
Diese digitale Plattform nutzt die Blockchain-Technologie, um auch andere Anwendungen zu integrieren. Ethereum wurde 2015 gegründet und es verwaltet und automatisiert Ergebnisse. Diese Software trägt des Namen Smart Contract (Smart Vertrag). Ein solcher Vertrag geht über einen herkömmlichen Vertrag, der die Bedingungen einer Beziehung umfasst, hinaus. Er stellt sicher, dass die Bedingungen erfüllt werden, indem er in einem Code geschrieben wird und somit automatisch Vereinbarungen ausführt. Die Vorteile sind, dass die Kosten für die Durchführung des Geschäfts eliminiert werden, da alles digital erfolgt. Somit sparen sich die Verbraucher die Transaktionskosten.
NFT – Non Fungible Tokens
Es kann in diesem digitalen Raum nicht nur mit Währungen gehandelt werden, sondern auch mit Besitztümern, Autorenrechten und sogar mit Kunstgegenständen. Worum handelt es sich bei Non Fungible Tokens? Ein Token ist die digitalisierte Form eines Vermögenswertes. Der Token weist also einen bestimmten Wert auf, dieser ist jedoch nicht greifbar. Aber auch Vermögenswerte oder Musikrechte können auf Token überschrieben werden. So werden Besitzrechte digitalisiert und handelbar. Eine wichtige Funktion spielt die virtuelle dezentrale Datenbank, von der wir bereits oben gehört haben, in der alle Transaktionen gespeichert werden und nachvollziehbar sind.
Das Geschäft mit NFTs wird derzeit sehr viel diskutiert, da gerade die NFT-Drops von Prominenten dafür sorgen, dass viel Geld für angebliche digitale Sachwerte ausgegeben wird, dessen Werteentwicklung absolut nicht absehbar ist. Aktuell bekomme ich viel Werbung einer NFT-Kollektion von Per Mertesacker, dessen digitaler Avatar in der berühmten Eistonne sitzt. Dieses Thema werden wir weiter beobachten.
Smart Gadgets – unsere idealen Begleiter der Zukunft
Natürlich muss sich auch unser Alltag dem neuen Kryptosystem anpassen. Die Erfinder bleiben selbstverständlich immer am Ball und schaffen neue Möglichkeiten für die virtuelle Welt. So ist unter anderem die Apple-Uhr in Kombination mit Apple Pay sehr nützlich, um über die Smartwatch-Käufe ohne Probleme abwickeln zu können. Das Smartphone oder die Smartwatch als Zahlungsmittel im Alltag zu nutzen, liegt bei der ständigen Verfügbarkeit und Nutzung auf der Hand.
Ein weiteres Gadget ist Disneys Armband „MagicBand“, um Bezahlungen in Freizeitparks und Hotels durchzuführen. Auch vernetzte Schmuckstücke sind bereits in Ausarbeitung, die sogenannten Smart-Rings können dann bei Einkäufen eingesetzt werden. Somit kann das Zahlungssystem wesentlich vereinfacht werden.
In größeren Sauna-Anlagen oder Schwimmbädern ist das kontaktlose Bezahlen beinahe Standard. Beim Eintritt gibt es ein Bändchen für das Handgelenk und damit kann nicht nur das Schließfach abgeschlossen und geöffnet werden, sondern alle Zusatzleistungen, wie Massagen oder das Gastronomie-Angebot, werden an die Uhr transferiert, sodass erst am Ausgang bezahlt werden muss. Die Technologie gibt es also in einigen Branchen seit vielen Jahren, aber muss nun überall ausgerollt werden.
Leider können wir uns noch immer nicht bei der Verwendung dieser Gadgets darauf verlassen, dass in der Gastronomie oder dem Einzelhandel die Unternehmen auf diese Zahlungsmittel vorbereitet sind. Immer wieder scheitere ich mit meiner Kreditkarte von N26, Samsung Pay oder anderen digitalen Zahlungsmitteln im Alltag.
Wie wird unsere Zukunft im Bereich der Bezahlmöglichkeiten aussehen?
So wie die Kreditkarte ihren Einzug in das Zahlungssystem gefunden hat, so beginnen jetzt auch die virtuellen Währungen und Zahlungsmethoden im Alltag Fuß zu fassen. Sicherlich ist es nur eine Frage der Zeit bis das gute alte Bargeld der Geschichte angehören wird und wir digitalisiert durch die Geschäfte ziehen werden.
Welche Zahlungsmittel nutzt du bereits?




