Zukunftsboard

Was kommt nach dem Smartphone?

Das Smartphone ist heute nicht mehr wegzudenken. Doch wenn wir eine Zeitreise 30 Jahre in die Vergangenheit machen, wurde im Jahre 1992 von IBM das erste Smartphone entwickelt. Damals war das freie Telefonieren immer und überall eine Zukunftsvision, die langsam Realität zu werden begann. Blickt man noch weiter in der Zeit zurück und gelangt in die 60er Jahre, so wird sich noch manch einer der älteren Leser an Captain Kirk und sein Raumschiff Enterprise erinnern. Damals drückte er immer auf seine Brust, um einen Kontakt mit dem Raumschiff herzustellen. „Kirk an Enterprise“, dieser Ausspruch ist wohl legendär.

Jetzt sind wir in einer Zeit angelangt, in welcher fast jedes Schulkind über ein eigenes Smartphone verfügt, über WhatsApp mit Freunden kommuniziert, im Internet surft und Spiele wie Clash Royale oder Toon Blast auf dem Gerät zockt. Das ist die neue Normalität.

Doch wie sieht es in einigen Jahren oder Jahrzehnten aus? Menschen wie Elon Musk oder Mark Zuckerberg haben Visionen, die sie verwirklichen wollen und die möglicherweise imstande sind, das klassische Smartphone altertümlich erscheinen zu lassen. Wir wollen da einen kleinen Ausblick in die Zukunft gewähren, was uns erwarten könnte.

Neuralink von Elon Musk

Alles, was Tesla-Gründer Elon Musk, der zudem vermögendste Mann der Welt, anpackt, ist in aller Fokus und Interesse. Musk gilt als Visionär, der das unmöglich Erscheinende möglich zu machen versucht. Egal, ob es um selbst fahrende Autos, Weltraumtourismus oder auch Reisen auf den Mars geht, Musk versucht, mit seinen Ideen und seinem Geld eine Lösung zu finden.

Und schon vor ein paar Jahren hat er in das Unternehmen Neuralink (im Jahre 2016 gegründet) investiert. Die Ziele klingen wie aus einem Science-Fiction-Film. Und da wären wir wieder in den 60ern beim Raumschiff Enterprise und Captain Kirk, täglich grüßt das Murmeltier. Durch einen Gehirnchip im Kopf sollen die Gedanken eine Verbindung zu Smartphones und PCs herstellen können. Dieses Implantat würde die heutige Smartphone-Technik revolutionieren.

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Dadurch könnte man durch die direkte Steuerung des Handys über das Gehirn noch schneller agieren. Neuralink möchte aber auch durch den Chip ermöglichen, Krankheiten, die das Gehirn betreffen, wie Defizite nach einem Schlaganfall, zu heilen. Aber auch soll er bei Rückenmarksverletzungen ermöglichen, die Beweglichkeit wiederherzustellen, was Querschnittgelähmten sehr helfen würde.

Erste Versuche mit Schweinen und Affen verliefen vielversprechend. Schon bald soll dieses Brain-Computer-Interface auch am Menschen erprobt werden. Dazu sollen sogenannte „Tetraplegiker“ als Versuchskaninchen dienen. Das sind Menschen, die durch ihren Schaden am Rückenmark vollständig vom Kopf abwärts gelähmt sind. Die innovative Firma aus Silicon Valley sucht zurzeit nach einem Leiter für die klinischen Studien.

Mark Zuckerberg und das Metaverse

Mark Zuckerberg sieht die Zukunft im Metaverse, ein virtuelles Paralleluniversum. Doch viele Fachleute sind eher skeptisch, weil von den Nutzern schwere Hardware im Gesicht getragen werden muss. Die digitalen Stellvertreter in dieser virtuellen Welt heißen Avatare. Diese sind so eine Art zweites Ich, in welches man hineinschlüpft und das sich in dieser virtuellen Welt steuern lässt. Viele kennen dies vielleicht aus dem gleichnamigen Oscar-gekrönten Film „Avatar“. Facebook wurde von Zuckerberg neulich erst in Meta umbenannt, was er sicherlich auch deswegen tat, seine neueste Idee aufzuwerten.

Er betrachtet diese Neuentwicklung als die Zukunft des Netzes. Die reale und virtuelle Welt werden miteinander verknüpft, werden eine Einheit. Man kann gemeinsam spielen, sich dort treffen, kommunizieren und chillen, aber dort sogar arbeiten und einkaufen und ganz alltägliche Dinge tun. Es entsteht eine eigenständige Parallelwelt, eine Simulation eines zweiten Ichs mit eigenem Leben. Man kann dort tun, was man vielleicht im realen Leben niemals tun würde, sehr verrückte Dinge. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt. Virtual Reality ist eine vielversprechende und zukunftsweisende Innovation, mit der sich auch immer mehr Apps beschäftigen.

Künstliche Intelligenz

Wie weit ist die KI mittlerweile und wohin wird die Reise in naher Zukunft noch gehen? Prognosen zufolge sollen bis zum Jahre 2030 mehr als 70 Prozent der Industrieunternehmen sie einsetzen.

Wir müssen, wenn wir das Thema betrachten, zwischen Starker Künstlicher Intelligenz und starker Superintelligenz unterscheiden. Beide Formen gibt es derzeit noch nicht. Im ersten Fall wäre die Intelligenz ebenso stark wie die des Menschen. Das komplette Gehirn müsste imitiert werden. Letztere soll (wie Beispielsweise Mr. Spock aus der Science-Fiction-Serie Raumschiff Enterprise als Klingone) die menschliche Intelligenz sogar übertreffen.

Doch wie weit ist die Wissenschaft zurzeit? Untersuchungen haben ergeben, dass der Sprachassistent von Google angeblich einen gemessenen IQ von über 47 hat und damit ähnlich schlau wie ein sechsjähriges Kind mit etwa 55 sein soll.

Wo findet man KI in unserem Alltag?

Es gibt sehr viele Bereiche in unserem Alltag, wo sie eine wichtige Rolle spielt. Den

Sprachassistenten haben wir ja eben schon erwähnt, aber auch moderne Navigationssysteme in Autos arbeiten mit KI, Smart Home ebenfalls. Auch wurden im Rahmen der Coronakrise intelligente Wärmebildkameras eingesetzt, um Erkrankte an Flughäfen ausfindig machen zu können. In der Politik umstritten ist in diesem Zusammenhang das Aufspüren von Kriminellen über Gesichtserkennung. Vor allem Datenschützer wehren sich gegen eine derartige Totalüberwachung durch den Staat. Doch der wachsende Terrorismus könnte das irgendwann flächendeckend erforderlich machen.

Auf alle Fälle darf man in den kommenden Jahren hinsichtlich der neuen Entwicklungen von Musk, Zuckerberg und Co. gespannt sein, wohin die Reise geht und ob das Smartphone eines Tages eine untergeordnete Rolle spielen wird.

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