Energie sparen im Haushalt – Teil 1
Nicht nur aufgrund steigender Energiepreise, sondern davon abgesehen auch der Umwelt zuliebe sollte jeder Haushalt an einigen Stellen mehr darauf achten, Energie zu sparen. Dies ist kein Zwang, da keinem vorgeschrieben werden sollte, wie er in seinem Zuhause zu leben hat. Allerdings handelt es sich bei den Tipps um Kleinigkeiten, die für den Verbraucher keinen großen Unterschied machen, aber dafür in der Summe für den Stromverbrauch und den dafür anfallenden Kosten.
Einsparpotenzial im Haushalt
Täglich verwendet jeder Haushaltsgeräte, ob klein oder groß, sitzt vor dem Fernseher, badet oder duscht sich oder schaltet einfach das Licht ein. So ganz ohne Strom könnte sich wohl kaum einer in Deutschland und wenn, dann nur ein Bruchteil der Bevölkerung das Leben vorstellen. Immer mehr wird die Elektronik fester Bestandteil des Alltags; wo noch vor Jahrzehnten wenige Menschen Zugang zu elektronischen Geräten hatten, gibt es heutzutage keinen Haushalt ohne.
Dabei ist den meisten nicht bewusst, wie viel Energie täglich verbraucht wird. Im Durchschnitt liegt der Jahresverbrauch von einer Person bei rund 1.300 Kilowattstunden (kWh). Runtergerechnet sind das etwas mehr als 3,5 kWh an einem Tag. Im Juli 2022 liegt der Strompreis bei 37,30 Cent/ kWh. Dabei unterscheiden sie sich auch nach Region und können von etwas über 25 ct bis über 44 ct variieren.
Eine Person in einem Single-Haushalt zahl im Jahr derzeit also rund 485 €, ein Zwei-Personen-Haushalt um die 750 € und so weiter. Dabei kann diese Summe abhängig von Gebäudeart und Warmwasserbereitung auch deutlich höher ausfallen.
Dass Energiesparen nicht bedeutet, dass man ganz auf die warme Dusche verzichten muss oder im Dunkeln hocken braucht, sollte einem bewusst sein. Es gibt viele Tipps, um die Energiekosten effizient zu senken, von denen die wichtigsten oder am leichtesten umsetzbaren in diesem Artikel geschildert werden.
Bewusster Kauf neuer Geräte
Noch bevor Energiespar-Tipps zur Nutzung von Haushaltsgeräten umgesetzt werden können, sollte vor dem Kauf ebendieser ausführlich verglichen werden, sodass effiziente Geräte angeschafft werden. Diese können möglicherweise in der Anschaffung kostspieliger sein, doch es zahlt sich über jahrelange Nutzung hinweg aus.
Um es den Verbraucher:innen zu erleichtern, ist die Angabe der neuen Effizienzklassen bei vielen Haushaltsgeräten Pflicht. Etwa
- Waschmaschinen und Waschtrockner
- Geschirrspüler
- Kühl- und Gefriergeräte
- Displays wie Fernseher und Monitore
- Glühlampen (seit September 2021)
- Staubsauger und Backöfen (erst ab 2024)
- Heizungen (wahrscheinlich ab 2026)
Die von der EU angeordneten Energielabel zeigen seit März 2021 die Klassen A bis G an, welche in verschiedenen Grün-, Gelb-, Orange- und Rot-Tönen und gehalten sind. Wie bei einer Ampel wird den Nutzer:innen signalisiert Grün, dass sie gehen können, also das Gerät kaufen.
Außerdem wurde das System so angepasst, dass es zu einer neuen Berechnung kommt, sobald die Hälfte der Geräte einer Kategorie auf dem Markt der Klassen A oder B zugehören. Dies soll Hersteller dazu animieren, eine kontinuierliche Verbesserung der Haushaltsgeräte anzupeilen, damit Leistung und Energieeffizienz miteinander hergehen und sich nicht im Wege stehen.
Lohnt sich ein neues Gerät?
Solange Waschmaschine, Geschirrspüler und Co. noch ihren Job erledigen und funktionieren, lohnt sich die Anschaffung eines neuen energieeffizienten Geräts in nur einigen Ausnahmefällen. Die sogenannte „graue Energie“, also der gesamte Energieverbrauch bei Herstellung, Transport. Lagerung, Verkauf und Entsorgung, wird dabei oft nicht bedacht. Sollte das alte Haushaltsgerät also nicht weitergegeben oder verkauft werden, sollte lieber etwas gewartet werden.
Wenn es dann so weit ist, sollte nicht die nächstbeste Ware erworben werden, sondern mehrere Kriterien die Kaufentscheidung beeinflussen. Die Stiftung Warentest führt regelmäßig Tests in allen möglichen Gebieten durch und ermöglicht den Käufer:innen volle Transparenz. Mit den angegebenen Werten zum Energieverbrauch, also wie viele kWh das Gerät verbraucht, der Häufigkeit der Nutzung und den Energiepreisen können Sie selbst kalkulieren, vergleichen und wenn nötig auch den Zeitpunkt der Amortisation herausfinden.
Kauf von Hausgeräten
Große Auswahl gibt es bei vielen Händlern, allerdings sollte man nicht nur Preise vergleichen, sondern auch den Service und entsprechende Garantien. Kompetente Fachhändler, wie beispielsweise Hausgeräte Hamp, bieten versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschland an und die Ware kommt bereits nach 3–7 Werktagen zu Ihnen nach Hause.
In der Standardlieferung ist in der Regel eine Lieferung bis zur Verwendungsstelle üblich. Einige Anbieter bringen die Geräte im Rahmen einer Premiumlieferung nicht nur bis zu dieser Stelle, sondern packen es aus und entsorgen den Müll kostenfrei und überprüfen es auf Schäden.
Schauen Sie im Sortiment Ihres Fachhändlers, welche Hersteller und Modelle zur Verfügung stehen. Bosch und Siemens haben mitunter das größte Produktportfolio mit Herd, Waschmaschine, Wäschetrockner, Spülmaschine, Kühlgeräte, Staubsauger und mehr. Liebherr bietet leistungsstarke Kühlschränke her, Jura hochwertige Kaffeevollautomaten – dabei sagt es nichts über die Qualität eines Produkts aus, wenn der Hersteller nur auf eine Produktkategorie spezialisiert ist oder viele verschiedene Geräte anbietet.
Energiesparen in der Küche
Meist befindet sich in der Küche eine Ansammlung von kleinen und großen Geräten, welche ein großes Einsparpotenzial bieten.
- Kleine Geräte verbrauchen weniger. Deshalb sollten gerade für kleine Portionen oder in einem Ein-Personen-Haushalt zu Wasserkocher, Mikrowelle und so weiter gegriffen werden.
- Der Wasserkocher sollte mit nur so viel Wasser befüllt werden, wie benötigt wird. Will man nur eine Tasse trinken, kann man das kalte Wasser erst in die Tasse und dann in den Wasserkocher kippen, damit man genau die richtige Menge an heißem Wasser hat. Abgesehen davon sollte Wasser nur im Kocher, nicht im Topf erhitzt und wenn nötig früher abgeschaltet werden. Einige Wasserkocher halten erst viele Sekunden nach dem Kochen ab, was unnötige Energie verbraucht.
- Es sollte immer die richtige Topfgröße beziehungsweise Herdplatte genutzt werden. Ist die Fläche viel zu klein, dauert der Prozess des Erhitzen länger, ist sie zu groß, wird Energie im Überfluss verbraucht. Außerdem sollte der Topf auch zum Inhalt passen, also nicht zu groß sein.
- Auch der Deckel sollte zum Topf passen und selbstverständlich auch genutzt werden, damit die gesamten Herze nicht entweicht. Beim Kochen kann die Herdplatte und auch der Backofen einige Minuten vor dem Ende ausgeschaltet werden, da noch genügend Restwärme genutzt werden kann.
- Der Kauf von neuen Töpfen und Pfannen kann auch beim Sparen von Energie helfen, da sie Wärme länger speichern können und dadurch kein großer Energieverlust entsteht. Übrigens bietet sich bei Gerichten mit langen Garzeiten ein Schnellkochtopf an.
- Das Spülen des Geschirrs per Hand ist nicht nur mit viel Mühe und Zeit verbunden, sondern auch in so gut wie allen Fällen weniger umweltschonend als Geschirrspüler. Es wird nur so viel Wasser, wie auch benötigt wird, eingesetzt und moderne Spülmaschinen verfügen über diverse Programme, darunter auch das Eco-Programm. Neue und smarte Geräte bieten zusätzlich den Vorteil, dass sie in das Smart Home eingebaut werden können und sich über Apps und mobile Geräte steuern lassen.
- Vor der Inbetriebnahme sollte die Maschine voll geladen sein, damit sich der Spülvorgang auch wirklich lohnt. Nicht nur bei Geschirrspülern, sondern auch bei Waschmaschinen wird ein Anschluss an die Warmwasserversorgung empfohlen.
- Der Backofen muss nicht unbedingt jedes Mal vorgeheizt werden. Viele Gerichte können schon von Anfang an in den Ofen gestellt werden, selbst wenn die angegebene Temperatur noch nicht erreicht ist. Die Backofentür sollte sauber gehalten werden, damit er einen guten Blick auf den Inhalt zulässt und das unnötige Öffnen verhindert wird.
- Strom lässt sich auch durch Umluft/ Heißluft statt Ober- und Unterhitze sparen, da die Luft gleichmäßiger im Innenraum verteilt wird und so eine geringere Temperatur (um die 20 Grad Celsius) eingestellt werden kann.
- Eine dreckige Dunstabzugshaube hat eine beeinträchtigte Saugleistung zur Folge. Sie verbraucht trotzdem genau so viel Strom, leistet weniger und ein idealer Ort für Schimmelpilze und Bakterien, die dir besonders gut brüten können. Daher sollte die Haube regelmäßig gesäubert und vom Schmutz befreit werden.
- Einer der größten Stromfresser und Geräte ist der Kühlschrank. Am besten sollte er nicht in unmittelbarer Nähe zu Backofen, Herd, Spülmaschine oder Heizung und auch nicht in direktem Sonnenlicht oder direkt an der Wand stehen, damit die Wärme besser abgegeben werden kann.
- Außerdem kühlt er besser, wenn er voll befüllt ist, da sich Luft als ein schlechter Wärmeträger erweist. Zu niedrig sollte ein Kühlschrank oder eine Kühl-Gefrierkombi nicht eingestellt werden. 6 bis 7 Grad für die Lebensmittel und etwa -18 Grad für das Gefrierfach reichen vollkommen aus. Dennoch schadet ein wenig Abstand zwischen den einzelnen Lebensmitteln nicht.
- In regelmäßigen Abständen sollten Gefriertruhe und Kühlschrank abgetaut werden, sobald sich eine Eisschicht oder ein Reifansatz gebildet hat. Dadurch verbraucht das Gerät mehr Strom. Es wird, wenn möglich, dazu geraten, Lebensmittel aus der Gefriertruhe im Kühlschrank abtauen zu lassen, da der Kühlschrank währenddessen nicht selbst kühlen muss.
- Nach dem Einkaufen macht es Sinn, die Produkte vor dem Einräumen in ein Regal neben den Kühlschrank zu legen, damit die Tür nicht so lange offen steht und alles sofort reingestellt wird. Generell sollte man vor dem Öffnen der Tür schon wissen, was herausgenommen wird, um lange „Öffnungszeiten“ zu vermeiden.
- Bevor warme oder sogar noch heiße Essensreste in den Kühlschrank kommen, sollten diese erst abgekühlt werden, da sie sonst die Temperatur im Kühlschrank steigern und er noch mehr arbeiten muss. Außerdem entsteht durch das Kühlen von warmen Sachen Kondenswasser, durch welches sich Schimmel bilden kann und noch dazu entsteht an den Wänden der Innenseite Eis.






